Hardware Spende nach Bosnien

Hardware Spende nach Bosnien
24 Jul 2017

Wohin mit gebrauchter Hardware? Klar, zu uns! Aber manchmal ist gebrauchte Hardware eben nicht einfach nur gebraucht, sondern für industrielle, technische Verhältnisse leider auch veraltet. Das heißt aber nicht, dass diese Hardware sprichwörtlich zu nichts mehr zu gebrauchen ist, ganz im Gegenteil! Es gibt immer noch genügend Orte, auch in europäischen Ländern, für die ein gut ausgerüsteter IT-Arbeitsplatz nicht selbstverständlich ist. Umso schöner, wenn man in solchen Situationen mit einer Spende helfen kann und die Hardware eben nicht unsinniger Weise auf dem Müll landet.

36 Computerarbeitsplätze

In diesem Fall haben wir 36 voll ausgestattete PC-Arbeitsplätze an die IT-Abschlussklasse der Berufsschule „Srednja Stručna Škola“ in Bugojno nach Bosnien gespendet. Auf die Idee hat uns ein Geschäftskontakt gebracht, der uns mit Sascha Nagel bekannt gemacht hatte. Sascha war Ende der 90er Jahre als Bundeswehrsoldat in Bosnien-Herzegowina in der Nähe von Sarajevo stationiert und hat die eingeschränkten Möglichkeiten an Schulen vor Ort hautnah miterlebt. Jahre später haben ihn seine Eindrücke nicht losgelassen und er hat sich 2010 ein zweites, dieses Mal privat, auf nach Bosnien gemacht. Aus diesem Besuch ist heute mittlerweile eine privat geleitete Spendenbewegung für Schulkinder in Bosnien geworden. Angefangen hat alles mit der Aktion Schulränzen für Bosnien. Und da Sascha selber aus der IT Branche kommt ist es nicht verwunderlich, dass es nicht lange nur bei Schulränzen geblieben ist. 3 bis 4 mal im Jahr erreichen nun Hardwarespenden, wie unsere, verschiedene Schulen in Bosnien. Und auch bei Hardwarespenden ist es nicht lange geblieben. Zusammen mit der Fußballfabrik richtet Sascha immer wieder Fußballcamps für benachteiligte Kinder in Bosnien aus.

Die Spende macht sich auf den Weg

Kaum hatte die Spende also unser Technikzentrum in Frankfurt verlassen, konnten sich 3 Tage später schon die Schüler in Bosnien freuen. Der lokalen Zeitung in Bugojno erzählte der Schuldirektor, warum sich die IT-Abschlussklasse sogar ganz besonders freute. Denn bisher standen der gesamten IT-Klasse nur 2 Computer für die Abschlussprüfung zur Verfügung. Damit diese in den letzten Jahren überhaupt statt finden konnte, mussten erst einmal Computer aus der Nachbarschaft geliehen und antransportiert werden. Und Besserung war lange nicht in Sicht. Aber damit ist jetzt Schluss. Mit einem eigenen, vollausgestatteten Computerraum ist die Zukunft der IT-Klasse nun endgültig gesichert.

Spenden kann übrigens jeder, hat uns Sascha Nagel abschließend verraten und wer nun an seine ausgedienten Tablets, Laptops und co. denkt, darf Sascha gerne kontaktieren!

 


Stefan Winklhofer

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