5 Anzeichen für einen gehackten Computer

Hacker standing alone in dark room
24 Apr 2017

Nachdem wir vor kurzer Zeit einen IT-Sicherheits-Experten zu Gast bei uns hatten, ergaben sich am Mittagstisch eine Reihe interessanter Gespräche. Zunächst fragten wir uns und schließlich unseren Admin, wie es denn eigentlich um unsere eigene IT-Sicherheit bestellt sei. Alle acht gespannten Augenpaare auf sich gerichtet, warf er uns ganz cool, einen für IT Nerds typisch minimal mimischen Blick zu, was so viel wie Alles in Ordnung oder Ihr habt ja keine Ahnung bedeuten konnte. Wir entschieden uns für ersteres. Zwischen Gurkensalat und Pasta erzählte uns dann wesentlich weniger cool der neue Kollege aus dem Büro am Eck von einem vergangenen Hackerangriff auf seinen ehemaligen Dienstlaptop. Da drängt sich natürlich die Frage auf, wie erkenne ich überhaupt einen gehackten Computer?

1. Der Klassiker – Falsche Antvirusmeldungen

Erscheint eine gefakte Warnmeldung des Virenscanners nach der anderen, ist es meist schon zu spät und der Computer ist bereits gehackt. Die Flut an solchen Warnmeldungen soll dazu verleiten über den beigefügten Link auf eine zunächst seriös erscheinende Website zu gelangen, die Abhilfe durch Kauf einer aktualisierten Antivirussoftware verspricht. Beim vorgetäuschten Kaufvorgang gelangen die Betrüger dann ganz oldschool an Kreditkartennummern und Kontodetails. In diesem Fall hilft es nur den PC zügig ohne Internetverbindung neu zu starten, die Schadsoftware zu deinstallieren und einen ausführlichen System- und Virencheck durchzuführen.

2. Fremdgesteuert – Fremde Internetseiten öffnen sich von alleine

Öffnen sich fremde Internetseiten unkontrolliert von alleine, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, gehackt worden zu sein. Denn vor allem der Browser wird häufig von Viren und Trojanern befallen. Am besten führt man nun einen Virenscan durch und löscht die temporären Internetdateien. Zusätzlich sollten die Browsereinstellungen auf externe Proxy-Server und als Add-Ins installierte Zusatztools überprüft werden.

3. Nervig – Häufige Popup-Fenster

Häufige Popup-Fenster stören und sind vor allem wenn sie auch auf bekannten Webseiten auftreten, die normalerweise keine Popups liefern, ein sicheres Indiz dafür, dass der Computer gehackt wurde. Als Gegenmaßnahme wird das Entfernen von unnötigen Toolbars und Malware empfohlen bzw. den Browser auf seine Standardeinstellungen zurück zu setzen.

4. Es wird eng – Überlastete Internetverbindung

Da auch Viren und Trojaner Daten ins Internet übertragen, kann eine ständig stark ausgelastete Internetverbindung ein Anzeichen für einen gehackten Computer sein. Ist dies der Fall, sollte man sich vergewissern von welchen Rechnern und Programmen die hohe Auslastung stammt sowie regelmäßig Firewalls und Router checken.

5. Der Super-GAU – Fake News in den persönlichen Socialmedia Accounts

Auch über Facebook und Co. kann man sich Trojaner einfangen. Besonders beliebt sind Falschmeldungen in Form von Gutscheinen oder Spendenaufrufen, um möglichst viele User anzulocken und Accounts zu befallen. Im schlimmsten Fall verliert man den Zugang zu seinem Account komplett, der jetzt unkontrolliert Falschmeldungen postet. Über spezielle Formulare kann bei allen Socialmedia Plattformen um Support gebeten werden. Ansonsten gilt als A und O: sicherheitsstarke Passwörter wählen, regelmäßig erneuern und geheim halten.


Stefan Winklhofer

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